Wanderausstellung „Geschlechtersensible Medizin“

Startschuss für die Wanderausstellung „Geschlechtersensible Medizin“

Unsere Inspiration für dieses gemeinschaftliche Projekt

Sehr gerne unterstützen wir Ihre Arbeit der Aufklärung mit einer Poster Wanderausstellung zur Geschlechtersensiblen Medizin in allgemein verständlicher Sprache. Dieses Projekt soll unser Netzwerk stärken und viele Möglichkeiten der persönlichen Begegnung bieten!
Nutzen Sie diesen Vorteil als DGesGM Mitglied!

Zusammen mit Prof. Gabriele Kaczmarczyk (Deutscher Ärztinnenbund) konnten wir am 6. März 2026 über die Inhalte der Poster mit Ministerin Nina Warken im Bundesministerium für Gesundheit diskutieren (siehe Pressemitteilung im Folgenden).

Die Finanzierung erfolgt durch den DÄB, die DGesGM und maßgeblich durch die Margarete-Ammon-Stiftung.
Hierfür sind wir sehr dankbar.

Ausblick: Und ein zweiter Postersatz ist derzeit in Arbeit.

Eine gemeinsame Pressemeldung von DÄB und DGesGM:

Am 06. März 2026
gab die Ministerin Nina Warken (Bildmitte) den Startschuss für die Wanderausstellung „Geschlechtersensible Medizin“ im Bundesministerium für Gesundheit (BMG) in Berlin.

Initiiert wurde die Wanderausstellung durch den Deutschen Ärztinnenbund (DÄB), vertreten durch Prof. Dr. med. Gabriele Kaczmarczyk (rechts im Bild) und die Deutsche Gesellschaft für Geschlechtsspezifische Medizin e.V. (DGesGM), vertreten durch die Vorsitzende Univ.-Prof. Dr. med. Ute Seeland (links im Bild).

Mit ihrer Eröffnungsrede ...

Bundesministerin für Gesundheit Nina Warken

... setzte die Bundesgesundheitsministerin (CDU) ein wichtiges Signal.
„Lange Zeit galt in der Medizin der männliche Körper als Norm. Heute wissen wir: Krankheiten äußern sich unterschiedlich, Medikamente wirken unterschiedlich, Risiken verteilen sich unterschiedlich – je nach biologischem Geschlecht und sozialen Lebensrealitäten. Wer diese Unterschiede ignoriert riskiert Fehldiagnosen, verspätete Behandlungen und vermeidbares Leid. Deshalb freut es mich sehr, dass wir die Ausstellung „Geschlechtersensible Medizin“ hier im BMG zu Gast haben. Sie macht deutlich, wo wir stehen in Sachen Frauengesundheit – und wo wir noch besser werden müssen.“

„Man kann das gar nicht hoch genug einschätzen, ..."

Prof. Dr. med. Gabriele Kaczmarczyk richtete ebenfalls einige Worte an das Publikum: „Man kann das gar nicht hoch genug einschätzen, dass im Bundesministerium für Gesundheit und durch Ministerin Warken große Anstrengungen gemacht werden, Fortschritte in der Erforschung von Frauengesundheit zu machen, dass Projekte angestoßen werden.“

Univ.-Prof. Dr. med. Ute Seeland fügte hinzu: „Diese Ausstellung zeigt, wie wichtig ein differenzierter, geschlechtersensibler Ansatz in der Prävention und Versorgung ist. Wir müssen in Zukunft weg von der organbezogenen Medizin hin zu einem mehr systembiologischen Ansatz, der den ganzen Menschen im Blick hat. Dadurch ersparen wir den Betroffenen viel Leid.“  

Ein Großteil der 13 Poster der Ausstellung.

Die Ausstellung umfasst 13 großformatige Poster, die in allgemeinverständlicher Sprache die Geschlechterunterschiede in zehn unterschiedlichen medizinischen Bereichen, aber auch Themen wie den Einfluss von Umweltfaktoren auf unsere Gesundheit thematisieren. Bemerkenswert ist zudem die kritische Auseinandersetzung mit gesellschaftlich relevanten Themen, wie etwa die medizinische Ausbildung oder die Neubesetzung von Führungspositionen durch Frauen in der Medizin.

Die Wissenslücke zu den Geschlechterunterschieden in der Medizin (Gender Data Gap) ist groß. Daher ist die Bekanntmachung des Wissenschaftsjahrs „Frauengesundheit“ ausgerufen von Bundesministerium für Gesundheit (BMG) und vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR), ein wichtiger Schritt zur Verbesserung der Datenlage in Deutschland.

Posterthemen sind u. a.

  • Geschlechtersensible medizinische Lehre und Forschung in der deutschen Universitätsmedizin
  • Arzneimittel - allgemein
  • Arzneimittel - Nebenwirkungen
  • Die Depression bei Männern und Frauen
  • Osteoporose - Geschlechtersensible Betrachtung einer Volkskrankheit
  • Der Klimawandel belastet weltweit Frauen stärker als Männer
  • Herzinfarkt und Takotsubo
  • Chronisches Fatigue-Syndrom und Geschlecht
  • Gefäßgesundheit
  • Geschlecht und Infektionen
  • Geschlecht und COVID-19
  • Geschlechterverteilung klinischer Führungspositionen an 14 deutschen Universitätsklinika

Wann und wo können Sie die Wanderausstellung sehen?

Die Ausstellung konnte bis zum 26. März 2026 im Bundesministerium für Gesundheit in Berlin (Mauerstraße 29) besichtigt werden.

Vom 31. März bis 25. April 2026 zieht die Ausstellung weiter auf den Campus der Medizinischen Fakultät der Otto von Guericke-Universität Magdeburg (Leipziger Str. 44) in das Foyer des Hörsaal 7 (auch vom Fermersleber Weg aus gut zu erreichen).  

Wir freuen uns sehr über Ihren Besuch!

Möchten Sie sich der Ausstellung anschließen?

Haben Sie Interesse die Ausstellung auch in Ihrer Umgebung der Öffentlichkeit für 4 Wochen zu präsentieren?
Dann wenden Sie sich bitte für weitere Informationen per E-Mail an uns.

  • Hinweis: Geben Sie unbedingt Ihren vollständigen Namen und Kontaktdaten mit an.

© Fotos: Diana Falke